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09.12.2016 Technische Rettung

+++Rettungsgruppe: Feuerwehrsanitäter üben technisch-, medizinische Rettung +++

Den Menschen passieren Unfälle. Auch Einsatzkräfte der Feuerwehr sind davon nicht ausgenommen. Ob ein Sturz von der Steckleiter, eine Patienten Einklemmung nach Verkehrsunfall hinter dem Fahrzeugsteuer, oder ein Sturz vom Fahrrad - der Unfallmechanismus zeigt dem geübten Sanitäter schon die notwendigen Maßnahmen.

Die letzte Feuerwehrsanitäter Weiterbildung im Jahre 2016 wurde seitens der Ausbilder unter dem Motto technische Rettung festgelegt. Auch sollten die Einsatzmittel eines Rettungswagen (RTW) in der Handhabung vorgestellt werden. Der RTW war leider kurzfristig ausgefallen, sodass ein RTW der Medical Task Force (MTF) der Region Hannover zu Gast war. Zwei gebildete Gruppen beschäftigten sich mit den Ausbildungsinhalten.

Fernotrage vom RTW

Die erste Ausbildungsgruppe übte praktisch das korrekte anlegen der Zervikalstütze am lebenden Objekt. Genauigkeit beim abmessen der Halslänge am Patienten, der Kopfhelfer hielt den Kopf in Stütze während dein Sanitäter von vorne den Stifneck anlegte. Mit Bandschlinge wurde der gesamt Hals und Schulterbereich um die Zervikalstütze Immobilisiert, sodass eine Ruhigstellung der gesamten Halswirbelbereichs stattfand.

Die zweite Gruppe beschäftigte sich parallel intensiv mit der Fernotrage aus dem RTW. Wie funktioniert die Arbeit mit der rollbaren Trage ? Welche Hebel sind für welche Funktion und wie bekomme ich den Patienten mit der ausgezogenen Schaufeltrage auf die Vakuummatratze. Das Vorgehen wurde praktisch am Patient durchgeführt, wobei eine Bestimmte Reihenfolge von Einsatzmaßnahmen notwendig ist. Immer im Fokus der Kopfhelfer, welche die Halswirbelsäule und Kopf stabilisiert.

Nach dem Wechsel der Arbeitsgruppen, nach jeweils einer Ausbildungseinheit, absolvierten alle Einsatzkräfte ein gemeinsames Fallbeispiel. Die Aufgabe bestand darin einen Beifahrer aus einem LKW Fahrerhaus zu befreien ohne den Halswirbelbereich weiter zu schädigen.

Stabilisation HWS

Das Vorgehen der Feuerwehrsanitäter im engen Fahrerhaus, sicheres anlegen der Halsstütze am Patienten inkl. Stabilisierung wurden unter realen Bedingungen durchgeführt. Parallele Vornahme des Spineboards und Vorbereitung der Fernotrage nahe dem LKW wurden durchgeführt. Dann vorsichtige Entnahme des Beifahrers aus dem Unfallfahrzeug, über die Fahrerseite und Verbringung mittels Trage in den RTW.

Die End - to - End Betrachtung der Rettungsmechanismen aus einem LKW Fahrerhaus zeigte allen Teilnehmern der Weiterbildung, die Wichtigkeit des Ineinandergreifens der medizinischen Einzelmaßnahmen. Sicherer Umgang mit den Einsatzmitteln, klare und eindeutige Kommunikation innerhalb des Rettungsteam und letztendlich patientenorientiertes Vorgehen führen zum Erfolg. Der Patient im Fokus aller Maßnahmen - einer der Leitsätze.

Verbringung nach LKW Rettung

Zum Ende des Dienstes wurden Ausbildungsinhalte für das kommende Jahr 2017 zusammen festgelegt. Praxis und Spass an der Arbeit als Feuerwehrsanitäter sollen dabei natürlich nicht zu kurz kommen. Bei einem warmen Glas Punsch wurde der Ausbildungsabend dann beendet.

© Bild,Text: Holger Bauer